Normalerweise ist es für Affiliates so, dass diese ihre Provisionen sammeln, bis der Auszahlungsbetrag erreicht ist. So ist es bei den führenden deutschen Affiliatesystemen Zanox, Affilinet, Adcell, Adbutler und den anderen. Bei der amerikanischen Clickbank ist es leider nicht so. Hier werden einem so lange Gebühren abgezogen, bis das Konto wieder auf 0 steht. Vorausgesetzt, man bringt nicht ständig neue Kunden zu den Werbekunden von Clickbank.
Hier ist der Beweis:

Hier sieht man die Statistik dieser Seite. Ich starte mit einem Guthaben von $ 22,86 ins Jahr 2009 und erhalte am 4. Februar 09 noch einmal $ 16,13 dazu. Mein Account steht damit bei $ 28,99 nach Rechnung von Clickbank. Er müsste aber bei $ 38,99 stehen, wenn nicht Clickbank nochmal schnell $ 10,00 abgebucht hätte. Und so geht es miunter weiter, bis der Account dann endlich im Oktober bei 0 angelangt ist. Ob man sich damit Freunde macht?
Ich habe Clickbank dazu gerade mal angeschrieben und bin auf die Reaktion gespannt. In den Bedingungen von Clickbank findet sich dazu folgende Erklärung in deutscher Sprache:
“Inaktive Konten
Konten mit einem Guthaben, aber ohne Einnahmen über einen längeren Zeitraum gelten als inaktiv. ClickBank erhebt auf inaktive Konten nach 90 Tagen ohne Einnahmen pro Zahlungszeitraum eine Gebühr von 1 USD, nach 180 Tagen ohne Einnahmen 5 USD und nach 365 Tagen ohne Einnahmen 50 USD.”
Nun wissen wir ja, dass wir nicht immer alle Bedingungen lesen, das kann bei Clickbank tatsächlich zu Überraschungen führen.
Diese Zahlungen werden dann aber jeden Monat fällig – und so kann Clickbank ganz toll das Konto leerräumen und wenn man nach einer Zeit wieder reinguckt, wundert man sich, wo das Geld geblieben ist. Es kann natürlich eine Strategie sein, mit überhöhten Gebühren die erfolgloseren Affiliates auszusortieren. Gerade bei Clickbanks Angeboten ist es wohl notwendig, dass man immer wieder Werbemails verschickt und versucht, sich möglichst schnell eine ordentliche Email-Liste aufzubauen. Man sieht das dann immer daran, dass der typische Clickbank-Werbepartner auf seiner Seite ein kleines eBook verschenkt, das groß beworben und hoch gelobt wird. Geht man darauf ein, muss man eine Mailadresse eintragen und kann dann das eBook runterladen, in dem dann doch nur Ankündigungen für das kostenpflichtige Hauptprodukt stehen. Immerhin bekommt man von dem Tag an ständig Emails, die eine neue Sensation im eBusiness ankündigen. Offenbar scheint das so zu funktionieren, wäre aber nicht mein Ding.
Jetzt bin ich mal auf die Antwort von Clickbank gespannt. Witzig ist, dass Clickbank zwar nun auch in deutscher Sprache verfügbar ist, wenn man aber das Kontaktformular mit nur einem deutschen Wort ausfüllt (ich hatte den Absatz aus den deutschsprachigen Bedingungen hineinkopiert), dann löscht das Formular alle Einträge wieder raus…
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